Herzlich willkommen

Mehr Bürgerbeteiligung und eine starke Harzer Stimme:

Bürgerinitiative „Für Osterode“ gründet Verein und

tritt zur Kommunalwahl 2016 an

Das Bürgerbegehren gegen die Kreisfusion hat mit überwältigender Mehrheit der Abstimmenden gezeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Osterode kein Zusammengehen mit Göttingen wünschen, sondern sich für eine Harzer Kooperation mit dem Landkreis Goslar ausgesprochen haben.

Die aktuelle Entwicklung der gegen den Bürgerwillen beschlossenen Kreisfusion zeigt deutlich, dass keine Fusion auf Augenhöhe, sondern eine feindliche Übernahme des Altkreises Osterode durch den Landkreis Göttingen erfolgen wird.

Die glücklose Leitstellendiskussion, die falschen Weichenstellungen bei der Zuständigkeit für Sozialhilfe mit langen Wegen für die Betroffenen, die Verlagerung von Ausbildungsberufen an andere Berufsschulen sowie die in einer Hinterzimmerentscheidung gegen den Willen der Arbeitnehmervertreter und der Osteroder Vertreter im Aufsichtsrat erfolgte Berufung des Göttinger VHS-Leiters Eberwien für die Kreisvolkshochschule Südniedersachsen machen deutlich, dass die bisherige Fusionspolitik schon gescheitert ist, noch bevor die Fusion vollzogen wurde, weil die Fusionspartner völlig unterschiedliche Ziele verfolgen.

Die Initiatoren der Bürgerinitiative Für Osterode, Dr. Thomas Grammel, Bernd Hausmann und Jon Döring haben sich daher entschlossen, einen eingetragenen Verein zu gründen und mit einem engagierten Team von Kandidatinnen und Kandidaten zur Kommunalwahl 2016 anzutreten. Unter dem Motto "BI Für Osterode - WIR FRAGEN DICH VORHER" bieten wir eine Alternative für die Menschen, die sich eine transparente, ehrliche, dialogorientierte und bürgernahe Politik im Landkreis Osterode wünschen.

Nachdem sich Dr. Thomas Grammel aus der aktiven Mitarbeit in der Lokalpolitik zurückgezogen hat, freuen sich der 1. Vorsitzende der BI, Bernd Hausmann und der Schriftführer und Pressesprecher, Jon Döring, über die Unterstützung von Klaus-Richard Behling als 2. Vorsitzender sowie von Markus Lau als Kassenwart im Verein der BI.

 

Die „Bürgerinitiative Für Osterode e.V.“ verfolgt unter anderem folgende Ziele:

 

Stärkung der Bürgerbeteiligung bei wichtigen Entscheidungen

Ob Kreisfusion oder Monoverbrennungsanlage: Wir fordern eine umfassende, rechtzeitige und ehrliche Information der Bürgerinnen und Bürger bei allen wichtigen Entscheidungen. Ein Miteinander erfordert Vertrauen und stärkt bürgerschaftliches Engagement. Wir fordern Transparenz und ergebnisoffene Diskussionen im Vorfeld politischer Beschlüsse, bei denen alle Stimmen gehört werden. Wir treten ein für Bürgerbefragungen und Bürgerbegehren.

Sicherung kommunaler Angebote in der Fläche durch verantwortungsbewusste Zuwanderung statt Schrumpfungspolitik und Rückbau

Anstatt die Folgen des demographischen Wandels zu akzeptieren, die mit einem Rückbau und einer erheblichen Schrumpfung des Angebotes kommunaler Leistungen einhergehen, fordern wir, den ländlichen Raum einerseits durch eine Stärkung des Tourismus und andererseits durch eine verantwortungsbewusste, begleitete Zuwanderung zu stärken. Kommunale Leistungen vor Ort, wie die Berufsschulen, der öffentliche Personennahverkehr, die Volkshochschule und kulturelle Aktivitäten können nur bei ausreichender Nachfrage angeboten werden. Diese Nachfrage zu stärken, muss Ziel der Politik vor Ort sein.

Die geographischen Stärken des Harzes müssen genutzt werden: Touristen generieren Nachfrage und kaufen während ihres Aufenthaltes vor Ort ein, während die Wohnbevölkerung vielfach das Internet zum Einkaufen nutzt. Hiervon profitieren auch die Geschäftsleute vor Ort.

Wir möchten die Willkommenskultur im Landkreis Osterode stärken: Seitdem nach den Weltkriegen Tausende Flüchtlinge im Landkreis Osterode eine neue Heimat fanden, herrscht eine offene, tolerante Willkommenskultur vor. Eine stärkere Zuwanderung in den Landkreis zu fördern bedeutet, die Zukunft unserer Region zu sichern, Vielfalt zu entwickeln und die Auswirkungen des demographischen Wandels, auch für die Arbeitgeber vor Ort, zu mildern.

Bürgerschaftliche Engagement kann durch ehrenamtliche Zuwanderungs- und Bildungspaten die Integration der Menschen in unsere Gesellschaft fördern. Gleichzeitig würde der Leerstand Tausender Immobilien im Harz bekämpft und damit auch der Verfall der Immobilienpreise gebremst.

Intensivierung der Zusammenarbeit mit dem Landkreis Goslar und den im Harz gelegenen Landkreisen in Sachsen-Anhalt und Thüringen zur Stärkung des Tourismus

Viele Köche verderben den Brei: Der Harz leidet unter der Teilung in drei Bundesländer. Anstatt die Chancen einer Fusion der Landkreise Goslar und Osterode zu einem Westharzkreis zu begreifen, verstärkt die Fusion nach Süden die Probleme beim Zusammenwachsen und einer einheitlichen Strategieentwicklung für den Harzraum.

Wir setzen uns für eine intensive Zusammenarbeit mit dem Landkreis Goslar und den Harzkreisen in Sachsen-Anhalt und Thüringen ein, um den Tourismus und die wirtschaftliche Entwicklung im Harz nachhaltig zu stärken.

Zur Steigerung der Gründungsdynamik muss eine verstärkte Kooperation mit der TU Clausthal begonnen werden.

Verbesserung der ÖPNV-Situation im neuen Großkreis Göttingen

Dreimal umsteigen nach Göttingen? Durch die Verlegung von Bildungsgängen an Berufsschulen in Göttingen und Duderstadt entsteht für viele Jugendliche, die nur eingeschränkt mobil sind, der Zwang, mit dem ÖPNV ins Oberzentrum Göttingen zu pendeln. Dies ist zur Zeit nicht von allen Orten des Kreisgebietes in akzeptabler Zeitdauer möglich.

Wir setzen uns für ein vernünftiges ÖPNV-Konzept ein, das einerseits die Belange der Schülerinnen und Schüler und anderer Pendler berücksichtigt und andererseits eine attraktive Anbindung in den Harz sicherstellt. Die derzeitige Lösung bedeutet weite Wege für die Betroffenen. Wir fordern, dass ein intensiver Dialog und Machbarkeitsprüfungen z.B. für Bürgerbus- und Carsharingangebote auch in ländlichen Gebieten zustande kommen.

Sicherung der Sozialhilfebearbeitung vor Ort

Seit der Rücknahme der Heranziehung durch den Landkreis herrscht große Verunsicherung über die Zukunft der Bearbeitung der Sozialhilfe durch die Zentralisierungsvorhaben des Landkreises. Wir fordern, dass die wohnortnahe Beratung und Bearbeitung der Sozialhilfebelange weiterhin sichergestellt wird und die bisherigen Planungen insoweit verändert werden.

Ansiedlung der Leitstelle am Standort Katzenstein

Seit dem Ausstieg des Landes Niedersachsen bei den Leitstellenplanungen herrscht Planlosigkeit, was den Standort einer Großleitstelle für den Landkreis Göttingen betrifft. Wir fordern, den Leitstellenstandort Katzenstein entweder als alleinigen Leitstellenstandort oder im Rahmen einer virtuellen Vernetzung als gleichwertigen Leitstellenstandort im Kreisgebiet zu etablieren. Beide Lösungen sind technisch und wirtschaftlich sinnvoll.

Wir lehnen die Forderung Göttingens ab, eine neue Leitstelle allein am Standort Göttingen einzurichten und in Katzenstein lediglich eine Redundanzleitstelle zu unterhalten.

Stärkung der Kreisvolkshochschulstandorte im Altkreis Osterode

Nach dem Rücktritt der Osteroder Mitarbeiter Steffi Turano und Jörg Hüddersen fehlen Osteroder Stimmen bei der Entwicklung von Bildungsangeboten, die sich an Touristen oder an den Bedarfen der Hotellerie und Gastronomie oder der Osteroder Firmen orientieren. Wir fordern eine personelle wie strategische Stärkung der Standorte im Altkreis Osterode.

 

News

„Wir fragen Dich vorher“.


Begegnungsveranstaltung "Badespaß Barbis" muss am 9. Juli aufgrund geringer Anmeldezahlen leider ausfallen

"Wir bedauern sehr, dass die für den 9. Juli geplante Begegnungsveranstaltung für Kinder aus den Landkreisen Osterode un Göttingen leider ausfallen muss", so Bernd Hausmann, der 1. Vorsitzende der BI Für Osterode e.V., "aber angesichts der wenigen Anmeldungen müssen wir die Veranstaltung leider absagen. Wir planen aber alternative Begegnungsveranstaltungen für die Zukunft." Hausmann betont, dass diejenigen, die an diesem Tag gern nach Barbis gekommen wären, zum Baden dennoch willkommen seien: "Lediglich das Rahmenprogramm muss entfallen".

Ursprüngliche Berichterstattung


Die BI "Für Osterode" wünscht sich einen Dialog mit der Leitung der Volkshochschule Göttingen-Osterode. "Leider sind unsere seit September 2015 begonnenen Versuche, mit den Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen, bislang nicht von Erfolg gekrönt", so Bernd Hausmann, "aber wir sind weiter gesprächsbereit." Heute veröffentlichte die BI ihreVorschläge für Zukunftsperspektiven einer innovativen Volkshochschule, die den Standort Osterode, aber auch die übrigen Standorte in der Fläche in ein zielgruppenorientiertes Konzept einbinden könnte.

"Das sind natürlich zunächst erste Ideen, die wir mit den Verantwortlichen gern diskutieren und konkretisieren möchten", sagt Jon Döring von der BI, "wir stellen unsere Ideen hier zunächst der Allgemeinheit zur Verfügung."